Projektbeschreibung

Das Konzept bestand im „Andocken“ eines zum Altbau ausgerichteten, aufgestelzten Bau­körpers von ca. 60 m2 Größe entlang der Grundstücks­grenze. Als Ver­bindungsschleuse zu den alten Räumen wurde eine bestehende Dach­gaube in der Küche zu einem bewusst enggefassten Durchgang ausgebaut. Das Hauptdach musste somit baulich nicht verändert werden. Der neue Baukörper wird als Wohn- und Essraum mit einem kleinen Arbeitsbe­reich genutzt, das alte Wohnzimmer neu als zweites Schlafzimmer.

Der langgestreckte Baukörper ist mit einem Pultdach gedeckt, der gartenseitige Wohnbe­reich, der mit einer kur­zen Verbreite­rung um den Altbau herumgreift, mit einem Flachdach. Zur Dachseite des Altbaus erstreckt sich über die gesamte Länge des Anbaus ein zur Son­nenseite ausgerichtetes Oberlichtband, das den Raum ganz­tägig belichtet. Die beiden Gie­belseitigen sind vollflächig verglast. Zum Nachbargrundstück sind mattierte Glas­schlitze eingebaut, die keinen Einblick erlauben aber eine Belichtung ermöglichen.

Der Anbau ist als optimal gedämmtes Holzständerwerk auf einer tragenden Betonplatte er­richtet, die gleichzeitig die Speichermasse für die Fußbodenheizung bildet. Die Last des Baukörpers liegt auf 5 Stahlstützen in welche die Holzstützen der oberen Raumhülle hineingrei­fen. Eine einläufige Stahltreppe auf der Gartenseite verbindet über ein großzügiges Podest den neugeschaffenen Raum mit dem Garten.