Projektbeschreibung

Der geplante Neubau liegt am Westenhellweg 91–93 und ersetzt das bestehende 5-geschossige Büro- und Geschäftsgebäude, das oberirdisch vollständig abgebrochen wird. Die Untergeschosse des Bestandsgebäudes werden in den Neubau integriert, wobei der Tiefkeller tragfähig verfüllt und einen Teil der neuen Gründung darstellt (siehe unten). Die durch den Abbruch entstehende Baulücke am Westenhellweg wird durch den Neubau vollständig ausgefüllt.

Der Neubau ist als reines Einzelhandelsgebäude mit zwei Verkaufsebenen im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss geplant. Das 2. Obergeschoss ist als Teilgeschoss am Westenhellweg ausgebildet und enthält hier nur die Sozialräume für die beiden Einzelhandelsnutzungen. Die Verkaufsgeschosse haben jeweils eine Höhe von 5,00m, das 2.OG eine Höhe von ca. 3,10m.

Der Neubau schließt dreiseitig fast vollständig an die Nachbarbauten an. Somit präsentiert sich das Gebäude primär mit seiner Hauptfassade zum Westenhellweg. Die Fassade ist in zwei Bereiche gegliedert. Im unteren Bereich öffnen sich die beiden oberirdischen Geschosse mit einer großflächig verglasten Fassade zum Westenhellweg. Diese wird als nichttragende Pfosten-Riegel-Konstruktion mit gedämmten Stahlprofilen ausgeführt. Im oberen Bereich liegen die Sozialräume hinter einem kleinteilig gegliederten Fensterband aus einem Wechsel von Fenstern und nichttransparenten Glaspaneelen.

Diese Band erstreckt sich an der Gebäudezäsur zum rechten Nachbarn nach hinten um die Ecke und endet dort nach wenigen Metern. Der Hauptzugang des Gebäudes erfolgt über ebenerdige Ladeneingänge vom Westenhellweg aus. Der Westehellweg hat ein markantes Längsgefälle. Um trotzdem die Barrierefreiheit bei den Zugängen sicherzustellen, wird die Gefällesituation des Westenhellwegs im Bereich zwischen der gebäudeseitigen Bodenrinne und dem Baukörper angepasst. Hierbei wird die Gestaltung des Bodenbelages nicht verändert. Nur der Streifen zwischen Rinne und Gebäude wird zur Ausbildung von zwei horizontalen Zugangsebenen im Gefälle verändert. Massiv ausgeführt wird an der Hauptfassade nur das Natursteinband, welches die Glasflächen umrandet.

Im 2. Obergeschoss endet dieses Band am rechten Nachbargebäude und überbrückt somit als kantenbildendes Element den hier wegen der Fenster im Nachbargebäude notwendigen Gebäudeabstand. Um den Gebäudeproportionen gerecht zu werden, wird das Fensterband im 2.OG über die eigentliche Geschosshöhe überhöht, so dass die Fassade in der Höhe der Nachbarbauten endet. Durch das einrahmende Band wird die Fassade asymmetrisch gestaltet, was durch den Anschluss der Fassade an den linken Nachbarn mit gedämmten Glaspaneelen noch betont wird. Die beiden seitlichen Anschlüsse an die Nachbarbauten enden mit Schattenfugen, um die unterschiedlichen Fassadenebenen gestalterisch voneinander zu trennen. Auch der Wandanschluss der Ladentrennwand wird mit Glaspaneelen überbrückt.

Die Natursteinbereich der Fassade ist in einen hellen / beigen Stein mit einer horizontalen Strukturierung und einer matten Oberflächenverarbeitung geplant. Durch diese Steinbearbeitung ein deutlicher Kontrast zu den lichtreflektierenden Glasflächen, was das Natursteinband als eigenständiges Gestaltungselement hervorhebt. Ihren Abschluss findet die neue Fassade mit einem vorspringenden Gesims, das die Fassadenhöhe betont und als raumbildendes Element den Straßenraum nach oben hin abschließt.