Projektbeschreibung

Bei der Baumaßnahme handelt sich um den Umbau eines in seiner Substanz ca. 90 Jahre alten Ge­bäudes, das nach schweren Schäden im II. Weltkrieg in den 50-er Jahren des letz­ten Jahrhunderts umfassend wieder auf- und umgebaut wurde. Das Gebäude liegt an einer leichten Hanglage an der Wupper, direkt an dem Zu­gangstun­nel vom Hauptbahnhof in die Innenstadt.

Die jetzt geplanten Umbauarbeiten betreffen nur die unteren 4 Ebenen, die bisher vorwie­gend eine Bank, deren Nebenräume und eine Kanzlei beinhalteten. Die Ebenen der ehema­ligen Bank und deren Nebenräume sind zur Zeit von Zugang her so organisiert, dass man von der Straße Alte Freiheit zunächst über eine lange Treppe nach oben zur ehemali­gen Schalterhalle der Bank gehen muss. Eine fast ebenso lange Treppe führt zu den unteren, ehemaligen Verwaltungsräumen der Bank. Unter­kellert ist die untere Bankebene durch das ehemalige Tresorgeschoss. Über den ehemaligen Bankräumen befinden sich die leerstehen­den Büroflächen einer ehemaligen Kanzlei. Diese Räume werden über das Haupttreppen­haus an der Straße Hofaue erschlossen. Alle diese beschriebenen Flächen sollen neu als Verkaufsflächen genutzt werden.

Zu diesem Zweck werden 2 der Bestandsebenen in ihrer Höhenlage verändert, um optimale Ver­kaufsgeschosse zu erhalten. Die Decke über dem ehemaligen Schalterhallenbereich wird abgesenkt, ebenso die­jenige über dem unteren Bankgeschoss. Auf diese Weise können 2 Ebenen mit optimaler Geschoss­höhe für die Verkaufsnutzung her­gestellt werden. Gleich­zeitig wird erreicht, dass das untere Verkaufsgeschoss vom Eingang Alte Freiheit ebenerdig erreicht werden kann.

Das ehemalige Sockelgeschoss, das nach dem Umbau über eine gegenüber dem Bestand reduzierte Höhe verfügen wird, soll als neues Lager- und Technikgeschoss genutzt wer­den. Dieses Geschoss liegt von seiner Höhenlage so, dass es weiterhin ebenerdig von der Straße Hofaue aus erreicht wir­d, was eine einfache Anlieferung zu den Lagerflächen erlaubt. Über ein neu zu schaffendes und das bestehende Trep­penhaus können die Verkaufsebenen ent­fluchtet und die vertikale Ver­teilung der Waren organi­siert werden. Ein gemischter Waren- und evtl. auch Kundenaufzug im Bereich des neuen Treppenhauses ergänzt die Erschlie­ßungselemente.

Zusätzlich entstehen im Sockelgeschoss Erweiterungsflächen für die bestehende Apotheke mit einem neuen Labor, Vorratsräumen, neuen sanitären Anlagen, einem Büro und einem Notdienstzimmer mit Duschgelegenheit. Die beiden letzteren Räume orientieren sich mit einer Fensterfront zur Wupper hin. Insgesamt umfassen die neuen Erweiterungsflächen für die Apotheke ca. 120 m².

Im größeren Mietbereich erreicht man von der neuen unteren Ebene (Erdgeschoss) über eine kleine, seitlich gelegene Treppe den Bereich über der bestehenden Apotheke an der Straße Hofaue, die dort ebenerdig liegt und im Wesentlichen nicht verändert werden soll. Dieses so ge­schaffene Galeriegeschoss wird die Sozialräume aller neuen Ladenflächen bein­halten, die sich mit den großen Bestandsfenstern zur Hofaue orientieren.

Zur Straße Alte Freiheit wird die Bestandsfassade deutlich verändert und gestalterisch auf­ge­wertet. Unter teilweiser Veränderung der statisch relevanten Tragelemente der Be­standsfassade werden die Fenster großflächig zu Schaufenstern aufgeweitet und damit eine höhere Transparenz geschaffen. Die Sichtbarkeit der neuen Ver­kaufsräume wird durch Öffnen der Gebäudeecke zum Bahnhofszugang noch ver­stärkt. Die Fassadenbereiche der neuen Verkaufsflächen erhalten eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade. Je nach den Erfordernissen der Bauphysik wird die restliche gesamte Fassade mit geeigneten Maßnah­men ertüchtigt (gedämmt), die eine nach­hal­tige Gebäudenutzung erlauben.

Mit den oben beschriebenen Maßnahmen entstehen ca. 1.254m² Verkaufsflächen und ergänzend dafür ca. 266m² Lagerflächen, ca. 137m² Sozialräume, ca. 73m² Technik­flächen, und ca. 120m² Nebenflächenerweiterung für die bestehende Apotheke.